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Wo kann man in Tschechien und der Slowakei Freediving machen?

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Zum Freediving brauchst du kein Meer. Tschechien und die Slowakei haben keine Küste, und trotzdem gehören tschechische Freediver zur Weltspitze – sie trainieren in Schwimmbädern, gefluteten Steinbrüchen und Stauseen. Dieser Leitfaden zeigt, wo du in der Nähe trainieren kannst, worauf du bei der Wahl eines Spots achten solltest und wo Tauchen verboten ist. Bedingungen, Zugangsregeln und Öffnungszeiten ändern sich, also frag vor jedem Besuch beim Betreiber nach.

Was einen guten Freediving-Spot ausmacht

  • Legaler Zugang – viele Steinbrüche sind Privatbesitz. Tauche nur dort, wo Baden und Tauchen erlaubt sind.
  • Tiefe – für den Anfang reichen 5–10 Meter, tieferes Wasser lohnt sich erst mit Ausbildung und Erfahrung.
  • Sicht – sie schwankt stark mit der Jahreszeit und kann sich von Woche zu Woche ändern.
  • Sicherer Ein- und Ausstieg – ein flaches Ufer oder ein Steg ist viel sicherer als steiler Fels.
  • Infrastruktur – Parkplatz, eine Möglichkeit zum Umziehen und idealerweise eine Tauchbasis in der Nähe.

Schwimmbäder: der beste Ort für den Einstieg

Die meisten Freediver machen ihre ersten Schritte im Schwimmbad. Das Wasser ist warm und ruhig, und du kannst dich auf Technik und Sicherheit konzentrieren. In Prag trainieren Freediving-Vereine regelmäßig im Tauchbecken des Aquaparks Aquapalace. Wer das ganze Jahr über echte Tiefe will, fährt oft ins Deepspot in Polen – ein 45 Meter tiefes Tauchbecken mit warmem Wasser, nur wenige Autostunden von Prag oder Brünn entfernt.

Geflutete Steinbrüche in Tschechien

Steinbruch Borek bei Čáslav

Ein Steinbruch südlich von Čáslav mit sehr klarem Wasser und einer maximalen Tiefe von etwa 30 Metern, gut geeignet für Tiefentraining. Er ist öffentlich zugänglich; Taucher zahlen Eintritt, und es gibt Infrastruktur für Gerätetaucher einschließlich Zeltplatz. Die tiefere Seite, auf der Freediver meist trainieren, hat einen steilen Einstieg.

Steinbruch Žernovka bei Prag

Nah genug an Prag für ein Training nach der Arbeit. Die maximale Tiefe liegt bei etwa 16 Metern, und für den Zugang brauchst du einen Code für das Torschloss.

Steinbruch Bořená Hora bei Sedlčany

Ein beliebter Steinbruch zum Baden und Tauchen mit einem flachen, kürzlich erneuerten Einstieg ins Wasser. Die Sicht erreicht etwa 5 Meter, und in rund 11 Metern Tiefe liegt ein versenkter Hubschrauber. Ausrüstung kann vor Ort ausgeliehen werden.

Steinbruch Leštinka bei Skuteč

Ein ehemaliger Granitsteinbruch mit terrassenförmigen Wänden und einer maximalen Tiefe von bis zu 26 Metern. Die Sicht liegt je nach Jahreszeit meist bei 3–8 Metern. Der Steinbruch ist Tauchern vorbehalten und nicht zum Baden geöffnet.

Steinbruch Řídelov bei Telč

Ein gefluteter, von Wald umgebener Granitsteinbruch mit einer maximalen Tiefe von 15 Metern und bestenfalls bis zu 15 Metern Sicht. Die Zufahrt ist mit einer Schranke gesperrt, das letzte Stück gehst du zu Fuß.

Stauseen: echte Tiefe vor der Haustür

Für tieferes Training organisieren tschechische Freediver Fahrten zu Stauseen. Am Stausee Orlík gibt es zum Beispiel Stellen nahe der Staumauer, an denen der Grund tiefer als 60 Meter liegt. Tiefe Stauseen bedeuten kaltes Wasser unter der Sprungschicht und oft begrenzte Sicht – sie eignen sich daher nur für ausgebildete Freediver mit Boje, Leine und Sicherungsteam.

Slowakei

In der Slowakei konzentriert sich das Freiwassertraining auf Tauchbasen. Ein Beispiel ist der See Guláška in Senec bei Bratislava, wo eine große Tauchbasis ihr eigenes Trainingsgelände hat. Aktuelle Spots und Bedingungen erfährst du am besten bei lokalen Freediving-Vereinen und Tauchbasen.

Wo du nicht tauchen solltest: Velká Amerika

Der spektakuläre Steinbruch Velká Amerika bei Mořina lockt mit seinem türkisfarbenen Wasser viele Besucher an, doch der Zugang zum Grund des Steinbruchs, Baden und Tauchen sind verboten, und Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden. Die steilen, ungesicherten Wände und herabfallendes Gestein machen ihn wirklich gefährlich. Genieß lieber den Blick von den Aussichtspunkten.

Jahreszeiten und Temperatur

  • Frühling – oft die beste Sicht des Jahres, aber Wasser um 10 °C; ein dicker Anzug, Kopfhaube und Handschuhe sind Pflicht.
  • Sommer – warmes Oberflächenwasser, aber einige Meter tiefer eine ausgeprägte Sprungschicht, unter der das Wasser kalt bleibt.
  • Herbst – weniger Menschen und stabile Bedingungen; das Wasser kühlt allmählich ab.

In tschechischen Gewässern ist ein 5–7 mm dicker Open-Cell-Freediving-Anzug Standard, dazu Neopren-Handschuhe und Socken.

Sicherheit zuerst

Tauche nie allein, auch nicht in einem Steinbruch, den du gut kennst. Nutze im Freiwasser Boje und Leine – du findest sie in unserem Freediving-Zubehör – und halte dich an die Regel „einer oben, einer unten“. Wenn du gerade erst anfängst, lies unseren Leitfaden So fängst du mit dem Freediving an und welche Ausrüstung du wirklich brauchst.

Häufige Fragen

Darf ich in jedem gefluteten Steinbruch tauchen?

Nein. Viele Steinbrüche sind Privatbesitz oder es gilt ein Bade- und Tauchverbot. Kläre die Regeln immer vorher mit dem Eigentümer oder Betreiber.

Wo sollte ein Anfänger beginnen?

Im Schwimmbad, idealerweise in einem Kurs. Ins Freiwasser gehst du, wenn du die Grundlagen von Atmung, Druckausgleich und Sicherheit beherrschst – und immer mit Buddy.

Wie kalt ist das Wasser in tschechischen Steinbrüchen?

An der Oberfläche kann es im Sommer über 20 °C erreichen, unter der Sprungschicht bleibt es aber das ganze Jahr kalt. Ein dicker Open-Cell-Anzug ist unverzichtbar.

Wo kann ich ohne Meer Tiefe trainieren?

In tiefen Stauseen mit einer organisierten Gruppe oder in einem tiefen Becken wie dem Deepspot in Polen mit 45 Metern warmem, klarem Wasser das ganze Jahr über.

Fazit

Um ein guter Freediver zu werden, brauchst du kein Meer. Schwimmbäder, Steinbrüche und Stauseen vor der Haustür reichen, um Technik zu lernen, Sicherheit zu gewinnen und in die Tiefe zu gehen – wie die Erfolge tschechischer Freediver zeigen. Wähle einen Spot, an dem Tauchen erlaubt ist, prüfe die Bedingungen, zieh dich warm an und tauche nie allein.

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