Alle 11 Ergebnisse werden angezeigt
Eine Freedivermaske hat vor allem anderen eine einzige Aufgabe: zuverlässig am Gesicht abdichten und dies auch bei Druckänderungen in der Tiefe beibehalten. Alles andere – Innenvolumen, Klarheit der Gläser, Silikonqualität, Rahmenkonstruktion – zählt erst, wenn diese Abdichtung sichergestellt ist. Dieses Sortiment umfasst die gesamte Bandbreite von Low-Volume-Wettkampfmasken bis hin zu Modellen für den Alltag im Freiwasser und für die Speerfischerei, einschließlich klassischer Zweiglas-Masken und minimalvolumiger Freediving-Schwimmbrillen.
Warum sich Freedivermasken von Tauchmasken fürs Gerätetauchen unterscheiden
Der wichtigste Unterschied zwischen einer Freedivermaske und einer Standard-Tauchmaske fürs Gerätetauchen ist das Innenvolumen. Jedes Mal, wenn ein Apnoetaucher abtaucht, wird der Luftraum in der Maske durch den steigenden Druck komprimiert – und muss durch das Ausatmen einer kleinen Menge Luft durch die Nase in die Maske ausgeglichen werden. Eine Maske mit großem Volumen benötigt in der Tiefe deutlich mehr Luft zum Druckausgleich, was bedeutet, dass bei jedem Tauchgang mehr Sauerstoff verbraucht wird. Für Hobby-Apnoetaucher ist das ein zweitrangiges Thema; für Taucher, die Tiefe oder Grundzeit ausreizen, verlängert ein minimiertes Maskenvolumen unmittelbar die Tauchleistung.
Über das Volumen hinaus werden Freedivermasken mit einer Maskenmanschette aus Flüssigsilikon gefertigt, statt mit dem härteren Silikon, das in vielen Tauchmasken fürs Gerätetauchen verwendet wird. Flüssigsilikon passt sich den Gesichtskonturen präziser an und erzeugt eine zuverlässigere Abdichtung unter den Druckschwankungen eines Apnoetauchgangs. Auch die Geometrie von Rahmen und Gläsern ist bei speziell entwickelten Freedivermasken flacher gehalten, sodass die Maske eng am Gesicht anliegt und der Wasserwiderstand beim Abtauchen reduziert wird.
Maskentypen: klassische Zweiglas-Maske vs. Freediving-Schwimmbrille
Das Sortiment umfasst zwei deutlich unterschiedliche Maskentypen. Klassische Zweiglas-Masken – wie die Modelle Barracuda, Chiara, Carina, Phantom und Murena II – nutzen eine standardmäßige Nasentasche und Silikonmanschette und ermöglichen so den Druckausgleich über die Nase in der Tiefe sowie ein größeres Sichtfeld. Sie eignen sich für die meisten Apnoetaucher vom Einsteiger bis zum Fortgeschrittenen und sind die richtige Wahl für alle, die das Apnoetauchen erlernen oder Tiefen erreichen wollen, in denen ein Maskendruckausgleich erforderlich wird.
Freediving-Schwimmbrillen – die Modelle Sferica und Sferica II – nutzen eine Zweiglas-Konstruktion mit minimalem Volumen und ohne Nasentasche. Das Innenvolumen ist extrem gering, wodurch der Druckausgleich nahezu mühelos wird. Der Kompromiss: Sie können in nennenswerten Tiefen nicht im klassischen Sinne über die Nase ausgeglichen werden, was ihren praktischen Einsatz auf flaches Apnoetauchen im Schwimmbad, Streckentauchen (Dynamic Apnea) und erfahrene Taucher beschränkt, die die Technik des Druckausgleichs ohne Nasentasche beherrschen. Für das Beckentraining und Static Apnea sind das reduzierte Volumen und das saubere Profil klare Vorteile.
Rahmenmaterialien und Silikonqualität
Die Masken in diesem Sortiment verwenden Rahmen aus PC (Polycarbonat) in Kombination mit Manschetten und Bändern aus Flüssigsilikon. Polycarbonat bietet die nötige Steifigkeit, um Glasgeometrie und Dichtungsintegrität unter Druck zu erhalten, und ist zugleich leichter als die Metallrahmen, die bei einigen technischen Masken verwendet werden. Die Manschette aus Flüssigsilikon ist das entscheidende Dichtungselement – sie sollte sich weich und geschmeidig anfühlen und sich an das Gesicht anschmiegen, ohne dass das Maskenband Druck aufbringen muss, um den Kontakt zu halten. Ein Maskenband, das überspannt werden muss, um eine Abdichtung zu erreichen, kompensiert eine schlechte Manschettenpassform – was mit zunehmender Materialermüdung des Silikons früher oder später zu Undichtigkeiten führt.
Alle Masken in dieser Kategorie nutzen Gläser aus gehärtetem Glas. Gehärtetes Glas ist deutlich schlagfester als normales Glas und – entscheidend – zerspringt im Falle eines Bruchs in kleine, stumpfe Fragmente statt in scharfe Splitter, eine Sicherheitsanforderung für jede im Wasser eingesetzte Maske. Die optische Qualität von Masken mit gehärtetem Glas in diesem Preissegment ist gleichbleibend; Verzerrungen am Rand der Gläser sind normal und kein Mangel.
Tarnmasken für die Speerfischerei
Die Modelle Barracuda Camouflage und Murena II Mimetic bieten Rahmen und Manschetten in Tarnoptik für die Speerfischerei. Der reduzierte visuelle Kontrast einer Tarnmaske gegenüber dem Gesicht des Tauchers kann die Wahrnehmbarkeit für Fische auf kurze Distanz geringfügig verringern – besonders relevant beim Speerfischen im Flachwasser, wo das Gesicht des Tauchers für die Beute sichtbar ist. Die funktionale Maskenkonstruktion ist identisch mit den Standardausführungen; das Tarnmuster ist das unterscheidende Merkmal.
Worauf Sie achten sollten
- Erst die Manschettenpassform: Keine Maske passt jedem Gesicht. Der entscheidende Test besteht darin, die Maske ohne Band an das Gesicht zu drücken – sie sollte allein durch Saugwirkung kurz haften bleiben. Hält sie ohne Band nicht dicht, wird sie es auch mit Band nicht zuverlässig tun.
- Innenvolumen: Geringeres Volumen bedeutet weniger Luftbedarf für den Druckausgleich in der Tiefe. Klassische Masken variieren; Freediving-Schwimmbrillen (Sferica-Serie) minimieren das Volumen maximal, erfordern aber eine spezielle Druckausgleichstechnik.
- Silikonfarbe: Klare Silikonmanschetten bieten ein scheinbar weiteres Sichtfeld und vermitteln einigen Tauchern ein weniger beengendes Gefühl. Schwarzes Silikon unterbindet seitlichen Lichteinfall – von manchen unter hellen Bedingungen bevorzugt. Beide dichten gleich gut ab; die Wahl ist Geschmackssache.
- Bandtyp: Das Standard-Silikonband ist für die meisten Anwendungen ausreichend. Ein Ersatz-Maskenband aus Neopren (im Sortiment separat erhältlich) ist auf nackter Haut komfortabler, verteilt den Druck gleichmäßiger und zieht keine Haare ein – besonders nützlich für Sessions im Freiwasser und in kaltem Wasser.
- Glaskonstruktion: Zweiglas-Masken bieten ein besseres seitliches Sichtfeld als Einglas-Konstruktionen. Freediving-Schwimmbrillen opfern die seitliche Sicht zugunsten eines minimierten Volumens – wägen Sie ab, welcher Kompromiss zu Ihrem Haupteinsatz passt.
- Einsatzzweck: Schwimmbad und Static Apnea sprechen für Schwimmbrillen mit minimalem Volumen. Freiwassertauchen, Speerfischerei und Tiefentraining sprechen für klassische Zweiglas-Masken mit zuverlässiger Nasentasche.
Pflege und Wartung
Spülen Sie die Maske nach jeder Salzwasser- oder Beckensession gründlich mit Süßwasser ab – achten Sie besonders auf die Silikonmanschette und den Bereich, in dem sie auf den Rahmen trifft, wo sich Salz- und Chlorrückstände ansammeln. Lassen Sie sie vor der Lagerung vollständig an der Luft trocknen; das Lagern einer feuchten Maske in einer geschlossenen Tasche beschleunigt den Silikonabbau. Bewahren Sie die Maske in einer Schutzbox oder einem Netzbeutel vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt auf – UV-Einwirkung lässt klare Silikonmanschetten mit der Zeit vergilben und verringert ihre Flexibilität. Lassen Sie Masken nicht auf dem Armaturenbrett oder in praller Sonne liegen; Hitze verformt Polycarbonatrahmen und deformiert Silikonmanschetten dauerhaft. Tragen Sie vor jeder Session eine dünne Schicht Antibeschlagmittel oder einen Tropfen Babyshampoo auf die Innenseite der Gläser auf, spülen Sie kurz aus und reiben Sie nicht trocken – das verhindert Beschlag während des Tauchgangs. Neue Masken mit werkseitiger Beschichtung auf den Gläsern sollten vor der ersten Nutzung gründlich entbeschlagen werden, sonst sorgt die Beschichtung unter Wasser für anhaltenden Beschlag.
Häufig gestellte Fragen
Wie verhindere ich, dass meine Maske während des Tauchgangs beschlägt?
Neue Masken beschlagen wegen einer werkseitigen Silikonbeschichtung auf der Innenseite der Gläser. Die Standardabhilfe besteht darin, die Innenseite der Gläser mit Zahnpasta (kein Gel, ohne Schleifpartikel) eine Minute pro Glas in kreisenden Bewegungen zu reinigen, abzuspülen und diesen Vorgang vor der ersten Nutzung mehrmals zu wiederholen. Im laufenden Gebrauch tragen Sie auf das trockene Innenglas ein handelsübliches Antibeschlagmittel oder einen kleinen Tropfen Babyshampoo auf, verteilen Sie es auf der Oberfläche und spülen Sie kurz mit Wasser ab, bevor Sie ins Wasser gehen. Der dünne Film, der zurückbleibt, verhindert die Bildung von Tröpfchen. Trocknen Sie das Glas nach dem Auftragen des Antibeschlagmittels nicht – der Restfeuchtigkeitsfilm gehört zur Funktionsweise.
Was ist der Unterschied zwischen den Sferica-Schwimmbrillen und einer klassischen Freedivermaske?
Die Sferica und Sferica II sind Freediving-Schwimmbrillen mit minimalem Volumen, einer Zweiglas-Konstruktion und ohne Nasentasche. Ihr Innenvolumen ist extrem gering, wodurch der Tiefendruckausgleich deutlich weniger Luft kostet als bei einer klassischen Maske. Die Einschränkung: Sie lassen sich nicht in der üblichen Weise über die Nase ausgleichen, was ihren praktischen Einsatz auf Beckendisziplinen (Streckentauchen, Static Apnea) und erfahrene Apnoetaucher beschränkt, die alternative Druckausgleichstechniken entwickelt haben. Für Hobby-Apnoetauchen im Freiwasser und alle, die ihren Druckausgleich noch entwickeln, ist eine klassische Zweiglas-Maske mit Nasentasche die richtige Wahl.
Warum leckt meine Maske, obwohl ich das Band fest angezogen habe?
Ein zu fest angezogenes Maskenband ist die häufigste Ursache für anhaltende Undichtigkeiten – nicht ihre Lösung. Ein zu fest angezogenes Band verformt die Silikonmanschette und bricht damit die Abdichtung, statt sie zu verstärken. Wenn ein korrekt gespanntes Band immer noch leckt, liegt das Problem in der Manschettenpassform: Die Maskengeometrie passt nicht zu Ihren Gesichtskonturen. Die Lösung besteht darin, ein anderes Maskenmodell auszuprobieren, nicht das Band weiter zu spannen. Auch Gesichtsbehaarung an der Oberlippe und an den Seiten des Gesichts verhindert eine saubere Abdichtung – das ist unvermeidbar und kein Maskenmangel.
Kann ich eine Freedivermaske auch fürs Gerätetauchen verwenden?
Ja, aber mit einigen Einschränkungen. Das geringe Innenvolumen einer Freedivermaske bedeutet weniger Aufwand beim Druckausgleich während eines Abstiegs beim Gerätetauchen – das ist eigentlich ein Vorteil. Der wichtigste Punkt ist, dass Freedivermasken in der Regel weniger robust sind als dedizierte Tauchmasken fürs Gerätetauchen – die dünneren Silikonmanschetten und leichteren Rahmen sind auf die Anforderungen des Apnoetauchens optimiert, nicht auf wiederholte mehrstündige Tauchgänge mit Pressluft. Für gelegentliche Doppelnutzung gibt es keine nennenswerten Probleme; bei regelmäßigem Gerätetauchen ist eine speziell dafür ausgelegte Maske auf Dauer haltbarer.
Was bringt ein Neopren-Maskenband, das ein Silikonband nicht leistet?
Ein Neopren-Ersatzband verteilt den Bandzug auf eine größere Fläche und reduziert so den punktuellen Druck, den Silikonbänder bei längeren Sessions am Hinterkopf erzeugen können. Neopren verhakt sich außerdem nicht in den Haaren und zieht sie nicht ein – ein praktischer Vorteil für Taucher mit längeren Haaren. Die weiche Textur ist auf nackter Haut komfortabler als Silikon, besonders bei längeren Oberflächenpausen. Neoprenbänder bieten keine bessere Abdichtung als das Original-Silikonband; der Vorteil liegt vollständig in Komfort und Tragegefühl.














